der intendant sprengt, und alle rennen
warum steht die tür wieder offen, das ist durch und durch und ungesund
mir bleibt die spucke weg, trocken kracht silber aus spitzem rund
ab ge um ver be, pi lo ten schein, wer braucht einen pi lo ten schein
piloten sind nahe bei idioten weil sie immer dicht am himmel sind
da läuft viel fern im blauen sand, auch weil man fliegen soll
aber ist alles nichts weil stärker weil schwärzer, nur die nacht nochmal, davon
erst alles so spät, und dann keiner was gewesen, hat so viel
und der kanzler hat volk verkauft, schmiert sich jetzt die lappen, vorher schon
nur mehr botengänger am lichtleitenden fluss, depeche mode, aber langsam
korkenzieher kronenschlepper hafenschieber, und die prinzessinen, nein prinzessinnen saufen teer und husten blei in das weitergehende abendland
denk nicht so viel an die, denk lieber an die ente, an die bilanz
die bilanz bricht durch die decke, aber welche, wessen, zieht euch warm an
pudelwoll den hintern, und pferdearsch küssen und was weiss ich
was diese globalisierung noch so alles von einem haben will
meinen arm kriegt sie nicht, ein bein vielleicht, oder ein ohr
wer leiht dem intendanten ein ohr?
Mittwoch, November 15, 2006
205
Dienstag, November 14, 2006
204
vorhang, oder nachgang, also als ob
und nahm keinen schuh vor dem mund aber zehen an die lippen
streck dem feld die zunge raus und eine krähe wird sich darauf setzen
eine rabenschwarze krähe nein kälte das land schwitzt nicht winters
dunkles geschnabel und mir wird wieder nichts geschenkt
weil die heiligen noch salz sind, und der pflug nein fluch am könig nagt
dass die welche aus der welt sind auch den weg zurück nehmen
und alle himmelshund sich das geläuf verwünschen
dass doppelter fried die stub verzeiht nein verzieht, versieht. sich vorsieht.
weil am anderen ende der nachrichten
lacht rauchend beinwinkliger tod
Sonntag, November 12, 2006
203
mein mund geht als hund
kleinkarierte bürgerliche, nein kleinbürgerlich karierte, also schreibblock
also hab dich mal nicht so, nur ein paar zeilen
von der zeilen, von der halben, von der ufern
am fluss sitzen drei blindlings weiße raben und suchen ihr nashorn
wir waren in unserem lieblingsfeld nach liebe fischen
die köpfe unter den spiegeln bis die weide aufwasserte
trauer muss elektra wagen, dieses großbürgern und halsische gejubel, nee!
der würgermeister ließ seine frage offenmundig im raum stehen
und es war ihm nicht peinlich sich die diebe, nein klauen warm zu reiben
darum geht es hier, um die verknüpfung einer beziehung, aufbindung
aus der hand gelesen: ein dankeschön und schüttele den baum, da, eine krone
wir wären uns, nein wehren uns, also wir hätten vielleicht, aber so, die andere
und doch sonntagt es wieder im wald, mutter, schnell, den kreidekuchen
die wölfe rasen wie entrückt durch die erinnerung, zu spät
im uhrenkasten klingelt das asyltelefon und das schweigen der zeit
heult wider in den uhren nein ohren, haare zu berge, berge zu tal, ab fahrt
nur spitzen schneiden heute, danke, auch gut
sie machen schöne sachen, ja, leider auch so viele
Freitag, November 10, 2006
202
widderkopf, versenkte schraube
viel hat es nicht gebracht das maulheld sein
vielleicht die halbe miete und ein gelber zahnputzbecher
verfluchter hang, verflachte lage, das grün wächst mir aufs garagendach
aber wir vehikeln weiter, fort schritt, rad setzt einen fuß vor das andere
und rottweil kommt chromtänzelnd über die runden
golden glänzt das abgeworfene wort, spuck mir deine träume ins blut
das ist wenig was sie können, aber kommen sie, machen sie den vorhang zu
nett sein, nett sein, kokett sein, ihre blicke weiten mich
schlag zwölf stehe ich auf der matte, versenkter blick, tiefes bodenwühlen
mir gräbt sich das knie in den kopf, bald hat es die kruste durch
kommt auf die weiche an, welcher zug
sie sind dran? oh, dann gute reise
und gönnen sie ihrem koffer einen griff
Mittwoch, November 08, 2006
201
sozialkitsch 37
kaum müde
träger finden
keinen ballast für
die empordrängende schulter
es bricht
nacht über land
in den fenstern
glüht feine
apathie
Dienstag, November 07, 2006
200
hamburch und schwanzlurch
grindelallee, ja grindelallee, mensch, nie wieder ohne grund und doch ein schritt
mensch, das war doch fürs geschäft, geschäft mensch, geschäftsmensch,
cleveres kerlchen, der springt, der geht nicht, aber bock braucht er trotzdem
ich bleibe leuchtturm, kein dauerlicht, aber so ringe um die augen
und aus zyklopensicht die welt durchbohren und fertig
(unter schafen klammert was)
199
meine ärztin schrankwandelt
neuer ortstermin: der gang der welt
faulhaber, also teilhaber, so teilnahmsloser, noch jemand ohne?
kaum hat man sich aus dem schlamm gedrückt, warten schon die wölf
fangfrage! was nun, abschmieren oder zerrissen sein, haben sie einen verdacht?
ja, frisch aus dem verdachtsregal, erste reihe unten, ja, man muss sich bücken
disziplin ist die mutter der porzellankiste, mensch, pass auf, das ist die tante!
dann lieber waldpfaden, holz über holz, meine schwester will, dass ich laubsäge
klarer fall von wiesensyndrom, fettes grün, aber gänseblüm wundwinkeln
und bald ist wieder weihnachten, türkisch, also turkey, also gnadenlos
das cellophon knistert schon, und der ton, megaton, stille nachtschlacht
bleibt ja doch nichts wie mir mal war, und wunder kerzen nun mal nicht
ein frackträger mehr, ein neuer griff am sarg, girlanden und gelonida
ein vielleicht mal wieder? bitte, sehr, das alte hat löcher, schwarze löcher
und die kunst bleibt auf der strecke, also halde, lang gezogen, hinter mir her
das ist doch dummes zeug, das ist doch stroh, das sie mir da verkaufen wollen
ja, nun, mit lehm gibt das schöne mauern, eine wand sozusagen
aber das kommando geben wieder andere
(der nächste bitte)
Über mich
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