Betragen & Betrügen 2009

poeblo

poet bloggery - gedichte, geschichten, intuitive poesie. und ansätze. gute ansätze.

Freitag, März 16, 2012

537

Später, auf dem Dach ein Schaden

Meine Maschin ist im Kopf. Rattern tut sie und manchmal auch einen Zisch. Meine Maschin hat ihren Platz, wo sie steht, und ein System, nach dem sie funktioniert. Sie macht was sie soll und manchmal auch mehr. Meine Maschin riecht nicht nach Öl. Sie glänzt aber doch. Manchmal tropft sie auch. Manchmal raucht sie auch. Und manchmal zieht sie auch schon Fäden. Meine Maschin ist im Kopf, in meinem Kopf. Mein Kopf ist auf dem Hals. Mein Hals ist an mir dran. Ich bin mir eins, mit meiner Maschin.

536

Schwefel? Schwafel!

manchmal fragen Sie einen
manchmal nehmen Sie einen
auch nur mit
manchmal holen Sie einen dann auch wieder ab
aus den indigofarbenen Rumpelkammern
mit sanftem Grollen schwindet die Lust
tätowierter Schmerz leuchtet
und drinnen schimmert das Blau
immer noch
(hoffen wirs)

535

Gottlob und ein Hilfestammeln

Und so schreite ich und begleite mich selbst und lasse mich treiben vom dünnen Peitschengeschnüre des SOLL und HABEN. Und entgrätsche dabei immer weiter der FLICHT und die FLUCHT ist wie so weiter weg als man das haben könnte, und man sagt auch nicht immer alles. Was man so einflicht in das Tagesgewebe und Stundengeseine und das Minutengegreine und den Sekundenschlag. Ich bin keine Aufzählung, ich habe das NICHTS gefunden, und es war mehr als so ein NICHTS einem sagen täte aus der Entfernung unbesehen. Nichts getan, heisst nicht nichts gesehen. Nichts getan ist mehr als nur Schwarzbrotrinde auf die Straße schmeissen. Als ob Weißbrot da lange weiß bleiben würde bei dem Dreck der Leuten permanent aus dem Maul fällt. Idioten! Idioten! Aller Länder, versemmelt euch! Wir haben nichts was wir euch sonst geben könnten! Aber Aufruf, den gibts! Und Ausruf, sowieso!

(Schlachtplan B, die Würste hängen, die Därme sind geputzt, die Hälse gestreckt und die Füße abgehackt und das Innerste ist draußen, und die Mägen rollen wie das Augenweiße in der Völlerei, im Vollstglück, glucksen Sie hier nicht rum! Ach ja, Trinken, hätte ich jetzt fast vergessen.)

((Die Buntkuh Tagvergessen reibt sich die Hörner am kalten Morgenlicht, kratzt sich das milchrosa Euter und spuckt den Fliegen Sabber ins Facettengeäug. Nichts ist so wichtig als dass man es in sein Kleinstes zerlegen und betrachten könnte und das Grosse Geganze aus dem Quark verliert! Nichts ist so billich wie ein MachtZipfel!))

Sonntag, Dezember 18, 2011

534

Ein Keks später wirds bunt

Wohlwollend, unter den Pullovern ein anderes Klima. Wer hätte nicht gerne mal gegen den Strich gestrickt, oder wissen wollen was gewesen wäre wenn man nicht sein hätte müssen wie. Eure Gewesenheit, hier, bitte treten Sie ein! Und dann mit ganzem Stiefelschwung ab in die Schaufensterfront, volle Kanne, da fällt mir ein, der Garten, nun ja, ein andermal. Kommen wir zum Thema, also zurück, das Eintreten von Schaufenstern voller Pullovers oder auch nur Pulloversgesichtern, pupperlartig aneinandergestellt wie Zielkörper. Täuschkörper. Tauschkörper. Wechselsegment. Glasbaustein. Sehen und Versehen werden. Hallo Familie. Bin wieder bis ins u...ferlose versandet, also bis ins Q...uarz zerflossen. Habe aber weiterhin das Ziel, also unser Ziel vor Augen. Kunststück, nein, Kunststoff, mitten auf der Brille. Man kann es ja sehen. Hört man nicht auch mein heimliches Sehen? Ach so, der Sinneswandel. Macht schon was mit, das gemeingewöhnliche man, das. Wenn man als man in die Welt kommt, ist man gleich da wo man eigentlicht nicht hinwill, mitten in aller Munde, abgedunkelt im schummrigen Rotlichtviertel zwischen Zahnspangen, Gebissbrücken, taumelnden Zungenbeinen, schmatzenden Gaumenhöhlen, schnalzenden Zäpfchen, man tut oder man tut nicht, oder gerade doch, weil man es nicht besser weiß, oder eben doch, schon immer. Armes man. Wenn man dann abhaut, ist es auch wieder nicht recht. Wer soll denn jetzt stellvertretern? Wer? Du? ICH? Das macht Du nicht. Das macht ich nicht. Wie hört sich das denn an? Also, man, komm jetzt wieder zurück, dann gibts was. Ab und zu ein zusätzliches n, oder vielleicht auch ein -delförmiges Augenpaar, obendrein. Wie wärs? Man??!?

Sonntag, Dezember 04, 2011

533

So spät kommt mir nichts mehr in den Kopf

Sonntagsgebet mit Kreuzottern, Querpeitschen, ein Stecken vor der Haustür, ein Kreiseln in bewohnten Zimmern, als Bürger kann auch im Verzirkelten sein Glück finden (wenn wer sucht?), und so drehen wir uns ein in die windgeschlüpfte Brut frischer Gedanken und denken uns rund und schön und wie die Welt so wäre wenn nicht mehr so böse und abgenutzt von den alten Männern, und manchmal hat man dann schnell die Erlösung, das Erlebnis Große Heiterkeit, und dann auch wieder nicht, eher eine Kleine Traurigkeit, was aber auch nicht schlimm ist, nur weiter, es ist ein wenig schade um die vielen Kreisläufer unter den Gedanken, die eigentlich nur das Weite suchten aber die Leine nicht fanden oder die Schleife, an der man sie gebunden hat, damit sie dem Orbit nicht entkommen, der Wahnbahn des kleinen Planeten aus Nichts und Nichtigkeit, auf dem wir alle hin und wieder hin und wieder her auf einen Moment vorbeikommen und dann geschraubte Hälse bekommen beim Hinterherschauen nach den vielen kreislaufenden Gedanken, weshalb wir lieber wieder abspringen wollen vom kleinen Planeten aus Nichts und Nichtigkeit, und manchmal gelingt das auch bald, so wie jetzt.

Sonntag, September 18, 2011

532

WHITE SKINGRIN PROREKTOR

Was wäre wenn, ohne aber. Es wäre mir gleich, also eben, was kommt wird auch gehen, kann es zumindest, niederstens meistenstens, möchtegernstens (lieb haben, meistbiedernde eingeschlossen). Schlüsselkinder tragen keine kleinen Steine um den Hals, verringte Augen schon. Frist verfressen, Strich gemahnmalt, Kreidewölfe überall, Brut braut halt gern. Schrecklisch, diesche Falschucht. Kanaanamnesisch, aus krachender Gewohnheit, aus brüllend lauer Gewesheit, aus schreiend bunt fremdentfalteter Selbstberechtigkeit, nie hätten wir auch nur eine Drachme, also Helmkopf, mitten im See, tiefer will keiner mehr wissen, heutzutägig, also dann lieber gleich so, Brunnenstraße, nein Kressenweg, nein Liliane, bleiches DingSchlingen, nein die will auch wieder keiner, geflanschtes Totenbewächs, Franz ganz stumpf vor Glück, ganz armabgebunden, so hat manns gelernt im Kreis, ES ist SS, und wie sie vor Freude fielen, brüllend im Vorglück, Sturzgeburt vor rotem Kreuz, Vater sein das ist mehr, soviel mehr, auswendisch, nein, hauswändisch zernetzt, solange das Geld hält, gleich kommt es wieder, das GEILE GELD kommt gleich wieder, grünes Spritzgedeck auf MutterBeimerButters Wohlfahrtstisch, wir beissen uns nicht die Backe, die halten wir hin, mitten ins Gefresse, meinetwegen erstmal, die Meschpoke, soll doch ausziehen, soll sich doch rauszerren aus der pisswarmen Brühe, Wurstwasser, Abraham, ja was denn noch, man kann es nicht jedem, NIE! und Recht geht gar nicht, wir sind MenschenTiere, vor allem die, und die RUSSEN, hat man doch gesehen, hat man doch gewusst, weiss man doch, ausgespuckt, an jeder Ecke kann man das lesen, mitten ins Gesicht, HEUTE noch! Doch! Die kommen wieder!

(später der specht, inhouse kopfseitig, lastenausgleich, das haben wir gleich, halten Sie still, steil, steril, sternfahrt, eine singschöner als die andere, junges rocksausen, augensaugen, warum nicht, warum nicht wir, wer da nichts sieht hat bloß die FASSUNG VERLORN!)

Mittwoch, September 14, 2011

531

Tafelmesser (ist ja gut jetzt)

Obst soll gut sein, diese Zeit, Obstzeit ist Hochzeit, das sagte man so früher. Jetzt ist mehr Steinzeit. Da ist noch was drin! Da muss noch was DRIN sein. Seinte gewesen. Und der sturmblaue Dunkelmann breitet seine sturmblauen Dunkelmann-Flügelenden weit, weit auseinander, man sieht das Haken nicht mehr, das Stumpfen und Reissen am Ende der sturmblauen Wand, und das ist auch Absicht. Seinte gewesen. Unter Fluren liegt manchmal etwas vergraben, was man nicht sehen soll auf den ersten Blick, vernagelt und verschraubt, bedeckt mit Dielen und Verschlägen, heimlich zuunterst, tagsein und aus überschritten und bewandert, jedoch unbekanntermaßen, unwissenderweiss, nun aber kommt die Aufbruchstimmung zu ihrem Gerächt. Die große Stange rausgeholt, und dann: BRECHT, und BRCHT, und BRCH. Und aus. Offenbarung erster Akt, Staub tief, zuerst und zuunterst. Materie. Material. Maternist. Wo Mutter noch muttern durfte, da hängen sie, die Fäden aus den Mäulern. Liebe Mütters, Schlagzahl, Kernstück, Hofeisen. In Ketten gelegt, und dann Sprunghaft. Sippenschweine. Ich hatte doch wieder nur wider die Natur, und heimlich und verhohlen, löchernd, ausgezogen bis auf die Kernsaite, und da war da wieder der Nachtblick des Nichts, der Ungeist des Nachlebens, ein unversöhnliches Abbeben einer Halbtat, nicht getan aber geschehen lassen, vergebens, vergessens, verseint. Verschienen.

Mir ist die Wahrheit verschienen, totaler Glanz, lichtklaffendes Augengehöhle, Starrblitz, Feuerriss. Die Wahnheit verglühte auch die letzte Sandburg am schalltoten Meer, und weniger war wieder nicht, wieder nicht zu erwarten. Langes Zeichen. Langes Zeigen. Langes Bangen, kurzes Aufgebären, doch nicht auf dem Präsentierteller, fliegender Teppich, heiliger Stuhl! Kam dann einer und hat weggemacht, fußfrei für die Jungen Hohen Damen. Auf dass keine Lippenfäule den Edelschweinchen unter die Beine fährt. Küsst die Haut, gnädiger Teer. Route on Raute, Tier auf Dir, Tisch unterm Arsch und das Bein steckt tief, ja tief, die Zunge rauscht. Ich bin wider es. Ich kontraktiere, vermuskelnd, beschiedener Glanz. Die Sonne verstreift, nein, die Sonne kriegt sich wieder ein. Ein ganz dollen diesmal. Muss ja auch mal sein. Oder Seinte. Gewesen.
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