Donnerstag, Mai 03, 2018

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Manche sind verblieben, andere sind entgangen



ach1: 
Ein weißer Vogel im Federsack. Eine grüne Mulde im staubmatten Tal. Eine sitzende Frau im Aufzugschacht. Die Unwirklichkeit wird zum tragischen Real. Blau und grün, schwarz und Teig. Vielen vielleicht zu schwer. Mann Knochen und Frau Fleisch. Der Topf grüßt die tanzenden Tröge. Frauen die ein Bach sind. Männer die ein Tümpel sind. Krötenbeine ragen feinbestrumpft in die Höhe. Das Licht wirft Anker. Moder modert. Mussorgsky rudert. Mariane gräbt.

ach2:
Erdmann und Erdfrau machen es sich gemütlich. Jeder geht ein Stück und kommt mit etwas anderem zurück. So geht das den ganzen Tag, die Erdhöhle ist bald schon voll, mit Tinnef und Tannif, mit Tand, Terz und Talern. Was man unter Erde so findet, wenn man genau hinschaut. Oder riecht. Ich bin eine einzige Unterraschung. Mich mag man, oder niecht.

achso:
An seinem siechzigsten Geburtstag teilte man Hans D. mit, dass er ab nun im wahrsten Sinne des Wortes verblödet, also dauerhaft blöde sei. Unendlich erleichtert verließ Hans D. die Veranstaltung, nannte sich fortan Hans Z., und hieß die Tag gute Tage sein. Die Nächte nannte er Friedrich. Weil das nicht blöd klang. Was aber keiner wusste.


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