einfall beim sichten eines bild (opas schiff ist rot)
das schwere am schreiben ist die perspektive weil ich bin leichteres
gewohnt und mein rucksack trägt sonst quark und milch und vielleicht auch etwas käse bei und so kann man es dann doch vergleichen und kriegt ein einsehen mit dem augenwinkeln oder dem bild was man malt wo man kritzeln kratzeln tut und wenn der wilde dampfer dann die mole schrammt ist auch sonst alles beim alten nämlich dem blätternden lack die kalte schulter zeigen
Sonntag, November 05, 2006
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erzgerades ondulieren oder: die bärenhaut
es strebt mir wieder, also gegen, also widerstrebend
also aus der gegend, also eine begegnung, begnadetes feld
enteignung meiner selbst, also verneigung vor dem glück
mir war so nach mehr, nach fensterblick, wühlende verinnerung
und dich in meinen augen halten und der bauch ist auf entzug
also wird das schon bald wieder, die haare werdens richten
aufzug, aber wohin, was für ein zug ohne ziel, na nach oben doch
also ausflug, also tränen sind auch nur wasserstoff und mein atom
niemand geht so ganz, niemand geht so ohne ganz, kein hans ohne gans
und die käfige stehen schon wieder offen, einladungen verschickt
also geschickt, also sie kennen ja ihre situation, aber hallo! aber ja
konzentration, konzentration, die lager müssen sich orientieren
nach sternenstand kommt sternenfall, dann staub, zerfall, zufall oder plan
die große ebene, flachdach und schaum vor dem offenen gemäul
ich schäume, sie träumt, wir liegen unter bäumen auf zersetztem fleisch
sie sind alle tot
und wir träumen
Samstag, November 04, 2006
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sozialkitsch 36
und plötzlich ging es beim prozess um sehr viel würde
würde dr. a. verurteilt, würde er seinen vorstandsposten verlieren
würde dr. a. verurteilt, würde er seine bezüge verlieren
seinen bezug zur fetten fülle
seinen bezug zur delikaten macht
lang lebe dr. a., und sein kopfkissen auch
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samstag, nachts, und das licht bellt
oh mein papa, eine mutter weiter wartet ein fuß
nein ein fluß, in seinem bett, nein in meinem bett,
und hält still, nein hält stand, hält wort,
nein der fluß lügt wie flüsse überhaupt nur lügen können
unter wasser weichen ohren schneller, und die augen voll
und in meinem kopf fleißt es, nein da fließt es
in meinem kopf fließt alles ab, da bleibt nichts liegen
ein restschmutziger gedanke, ein paar körner müder verstand vielleicht
chromblitz denken ab und zu, das sind überschreibsel
ein gutes stück, ein ganzes stück, soviel weg
aber der weg ist weg, der ziel das alles auf ein ende kommt
unser nachbar hat ein teleskop in seinem kopp, fernsehschädel,
stieres glasaugen, verrohtes, nein verrohrtes dunkles schweigen
ich hasse mir und dir nehm ich das auch, so viel übel, selten allein
immer fischmaulend die ganze brut, aber bald ist entenhausen, motherfucker
bald fress ich mich wieder
richtig satt
Freitag, November 03, 2006
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freitag früh, und wieder kein auskommen
echtzeitdiagramme halbzeit als gefühl, halbwert als signal
mein lot blutet mir aus der nase, bleisoldaten zinngeister
und ich rief, ich rufe, ich lasse die bäume himmelschreien
tiefer brunnen flaches blatt ich verlasse das weissende papier
sobald ich die ersten seiten öffne, ja ich öffne mich
manchmal mache ich mich auf (so bald, ab wann, so eine versuchung)
tief liegendes frühchen, kurz greifendes schmerztheater
willkommen bei schuldschieber und co.,
offene handelsgesellschaft einvernehmliche beschrankung
wo kellert wo kellert denn wo ist denn hier die stufe
und zurück durch das winternahe lauben
zurück in gute stuben ihr hattet recht wie frauen nur recht haben können
ein erstlingswerk als kannengießer da kam es gleich
aus allen löchern gerannt und ich wollte inständiges fließen
aber alles war so nass so war alles wieder zu viel
zu gleich zu spät verfrüht verflogen verzehrt
verletzt am grauen gedanken am alternden einschub
ein querdenken hat stattgefunden und traf mich
an entscheidender stelle, sie wissen schon
da lag ich in meinen blutgewändern, tuch, tucholsky, banner, bandsalat
dreifacher schling im endlosgewebe
gewese vermasche gamasche ich sterbe
nein ich strebe ich webe am losen sand
die küste atmet ruhig ihr salz in die welt
bis das meer kommt, schwebefels, schwerkraftzügler
die pferde sind mir auf ganzer breite ins geschirr gegangen
da blieb kein schrank mehr heil und ein tassen!
flog durch den raum irrlichternd
dann fand ich die ruhe, hinter den stühlen
wo sie mich hingelegt
hatte
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sozialkitsch 35
kannibalen!
wir sind kannibalen!
leben von der hand in den mund
und dem fuß in den bauch und manchmal
ist es der eigene (fuß, bauch)
kannibalen
wir sind kannibalen
konservieren uns in die regale
schub laden! schub laden!
schub! laden!
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sozialkitsch 34
was liegt mir denn näher?
was fliegt mir denn weiter?
blume oder blumentopf?
sollte wollte könnte hätte müsste würde
aber und aber und aber aber aber
kandelaber
kerzenstumpf kerze stumpft nein glüht
da ist noch funken!
Über mich
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