Donnerstag, März 27, 2014
614
Das Herz mordet oder modert sogar
Der Weg ist das Ziel, sagt der Mann mit der Ukulele. Also zeigt er mir die Harke, mein Freund. Und er zeigt sie mir vorher, vor der Nase. Wir sind uns also einig, die Harke und ich. Wir treffen eine Entscheidung, aber ohne Dings oder Bums. Zeigefinger kommt in Bauchnabel, nicht ins Nasenloch. Die Mitte ist sowieso immer interessanter als die Extremität, unten oder oben. Wer ist schon Fußkopfer, oder umgekehrt. Lieber ungekehrt leben, die Straße runter, man sieht dann besser, auch die Harken. Die wissen, was ich meine. Rasen ist schön und gut, aber man will auch mal seine Ruhe haben. Aufstehen. Hinlegen. Aufstehen. Immer ohne aufwärmen, immer rackzack. Ruckzuck. Kraftwerk war mal so. Das halbe Dutzend ist jetzt aber so voll wie das Boot mit den sieben Segeln. Solls auch mal geben, fragt Ralf. Ich spiele außerdem lieber Quartett als dass ich mir so etwas anhöre, Sie Sextant. Muttertönchen. Kaum zu glauben, was ein dickes Konto aus einem macht. Gleich wird man zum Mutzenbacher, nein, Mützenmacher und Arschivist.
Sonntag, Februar 23, 2014
613
Der Präsident schläft
Säcke voller Reis. Andacht am Ufer. Der Sommer wird verheizt. Bieder glänzt die Sonne. Was soll sie auch machen. Kein Vogel weint dem Frühling eine Träne nach. Wir müssen alle mehr arbeiten. Wir müssen alle mehr sparen. Wir müssen alle mehr Müsli werden. Volkskorngemeinschaft. Einmal Leben bitte. Aber mit Soße. Viel Soße. Das kann nicht gut gehen. Das wird überhaupt nicht gut gehen. Aber man wird sehen. Der gemeine Schinese will vielleicht gar keinen Reis. Nur Säcke. Und Italiener mögen vielleicht keine Pizza. Sondern Werkzeugmaschinenzubehörteile. Deutsche lieben ihre Schweine. Wenn sie braten. Im Parlament ist leider kein Platz dafür. Obwohl da immer leere Sessel sind. Sehr viele leere Plätze. Da könnte man auch braten. Müssen gar keine Schweine sein. Nur durch müssen sie braten. Oder beraten. Oder verraten. Eine Lotterie macht dann in Deutschtum wieder alle glücklich. Wie eine Kleinstadt. Wie eine kleine Dorfkultur. Mit Privatpolizist und Dorftrottel, mit Bürgermeister und Bauunternehmer. Mit Kiesgrube und Baggersee. Das wird ein schönes Parlament. Ich kaufe mir gleich eine Badehose. Ich leg mich zu den anderen. Ich höre zu. Und nicke oder schüttle den Kopf. Ich schüttle auch mal einen Liebling. Als Alibi. Später gehe mir dann eine Wurst pflücken, aus dem Baum der Wünsche. In den Zweigen hängt das Abendlicht da wie vom Metzger hineingemalt. Der Pinsel muss aber noch gewaschen werden. Damit das Bild auch morgen noch glüht. Wie der Sommer soll er werden, der Baum. Wie das Land. Wie wir. Verheizt. Verharzt. Verwaschen. Man holt uns wieder aus dem Bäumen, zurück auf die Erde. Da soll die Mutter sein, die Mutter Erde. Sie streicht uns mit ihren langen Messern über die Haare. Dann warten wir bis der Arzt kommt. Der Arzt kommt mit seinem neuen Auto. Sobald er Zeit hat. Aber wir sind alle eine Gemeinschaft. Die wurstigen Dorftrottel, und ihre Fettaugen-Oberschicht. Ich glaube an uns. Ich glaube und schiele wieder nach dem Baum. Vegetarier haben bei uns nicht zu verlieren. Wir machen uns auch so schön.
Ach ja - Einigkeit und Recht und Ordnungs-. So wird das Haus ein Haus. Und wenn wieder die Bomber fallen, kommen alle in den Keller. Also fast. Also fast alle. Bratwurst heisst Leben. Bomber sind in Ordnung. Ganze Kerle fressen auch mal Mutterboden. Halbe kommen an den Tropf. Hauptsache Eingemachtes. Hauptsache der Präsident schläft. Und die Schafe hüten sich selbst.
Dienstag, Februar 11, 2014
612
Koppnhagn, mack die Fenster zu
Quastenflosser, Schlammsucher, oder auch Topfen (Scherben!), das Desaster greift wieder um, das rauschhafte Reiben einer VERINNERUNG, ganz fest eingedrückt ins tönerne Mauerwerk, nein WERG, und doch, doch nicht, und doch nicht ganz dicht, das Ganze. Tropfen. Hopfen. Spindelsalz. Tanzend die Dummheit im Nachgesicht, schleiernd die Würmchen aus der Stadt Talente (Metropole, ja, Fortsetzung folgt, jaja!) Schon. Nur wann, und dann hat wieder einer den Einschaltknopf gegessen. Also eher Brechstange, vielleicht. Oder Eimer. Sandburg. Fussplage. Eingegraben wird zum Schluss. Oder aufgewirbelt wie Feuerfurz. Sitze hier oft stundenweise am Rand lang und höre die Glut knistern. Mache nichts. Glaube aber. Denke oft, wenn nicht. Falls aber, dann Fallschirm. Fetzenfisch. Aromastäbchen. Ein Hauch, eingewickelt, Leut, lebts leichter. Das starre Denken an die dünnen Ästchen moderner Aschbirken gehängt, die Beidseitigkeit oben wird unten schon ganz und gar dünnhäutig, wie schmal die Abendsonn mir heut wieder meinen Rand verlippt, schwer wiegen die Veilchenköppken das dünnohrige Gehäut. Ich bins, auch wenn nicht ganz bei mir. Das Hirn ist ja blöd. Ja gut, meines jedenfalls. Ich komme da nicht hinter. Bleib eben vor. Gerade. Zurechtgerückt, wie die Spucke auf der Schwelle Hexenhaus. Kaum Sonne, schon wölkisches Gerenne. Hasenstüberl. Nasentod.
Das Wichtigste zuletzt: Holland wird nicht untergehen. Holland wird umspült.
Montag, Dezember 30, 2013
611
Newslate from a selfmade mirror-man
De Sein iss wichtich. De Sein muss sein. Ohne De Sein kannste nüscht machn. De Sein iss De Sein, iss logüsch. Oder? De Sein iss Lehmn. Ohne De Sein hass kein Lehmn. De Sein mackt Schluss mit die Einstönichkeit. De Sein sieht gud aus. Weil De Sein gah nich anners kann als wie gud aussehn tun. De Sein iss wie wir. Wir sinnt De Sein. Wir sinnt dass Lehmn. Gohlum Gohlem. De Sein.
(SoSoSollesseinDeSein)
Donnerstag, November 28, 2013
610
Exprimente, exkremistisch
Frau Kranz? Kommen Sie bitte zu mir.
Ja, Herr Doktor Mertens, sofort.
Frau Kranz, nehmen Sie Platz.
Danke, Herr Doktor Mertens.
Frau Kranz, habe ich Ihnen heute schon gesagt, dass ich Sie hasse?
Nein, Herr Doktor Mertens.
Frau Kranz, ich hasse Sie.
Ja, Herr Doktor Mertens. Vielen Dank.
Keine Ursache, Frau Kranz. Bitte arbeiten Sie jetzt weiter.
Ja, Herr Doktor Mertens. Auf Wiedersehen.
Auf Wiedersehen, Frau Kranz.
Frau Winter? Kommen Sie bitte zu mir.
Sonntag, November 03, 2013
609
ja nu äär
veb ru äär
meerts
app rill
moi (ns)
ju neee
yu leee
aug hust
sepp tem bär
ock to bär
novum bär
deetz em bär
(berlin, du keule)
Donnerstag, Oktober 31, 2013
608
Enjoy the silence
dachte vor
dachte nach
dachte grade
dachte grade an gerda
dachte wie nichts
dachte herum
dachte umher
dachte wirklich
dachte quer
dachte gewehr
dachte kreuz
dachte licht
dachte schimmer
dachte dach
dachte haus
dachte garten
dachte blume
schöne blume
dachte gerda
dachte bis ich
schrecklich lachte
machte mich
aus dem staub
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