Sonntag, Juni 30, 2013
593
ei schort mess eitsch for aur amarigon frannz, ehm, frennz
watt iss frisch? watt iss frisch? watt iss frisch ausse dose, die steckt, inne wand, wo die migrofone wohn´n. aba watt iss frisch? mara kuhja, marah kuhja! schrotflintn stadt schrottpressn! frisch isse fisch, ausse fabrick, ausse fickfabrick, abba frisch. musse sein, weil weess nich annas. annas fisch iss nich, weil dose. unn dose, die steckt, inne wand, wo die morgrofone - heern sie dass ooch? die singn! gans frisch! moine morgrofone singn! wenn tass die olle nacktricktendings wisste.
(aber machen wir uns nichts vor - wir alle stehen auf der großen Wiese, und die Kuh kommt, auch ohne Ausrufezeichen)
Sonntag, Juni 23, 2013
592
Meschugge Magazine
Frommes aus Fulda:
Schwimmhäute gewachsen, heute abend
Versucht das Ganze zu ergründen
Fass schlammt mir an Waterkant
wird ganz schwummerich, und auch ein wenig schwammerich, im Gebein.
Fuss lässt zu wünschen, Hexen tun das nicht
ohne Aufheben durch die paar kleinen Winkel
die der Verstand sich noch gönnt
Früher: kleines Resteessen, Hasenbrot
Wir waren so schnell!
Aber zu wenig, aber zu laut
Budenzauberer, durch die Bretter kaum Sonne
Inzwischen gingen andere ins Detail
Spitz auf Knopf, ein Hundehut, ein Feger mit der Rute
die heilige Armbrust, immer ein Motiv
Nachlassverwalter P. hatte einen Gedanken
wusste aber nicht woher
schlecht für die Verwandten, jeder sich selbst ein Nächster
nachher dann wird alles wieder weiss sein
ausgekotzt, die Zeiger stehen nicht mehr still
goldene Kälber, wohin man späht
Die Präsidenten ziehen sich den Sehschlitz gerade
die Limousine wartet nicht mehr auf jeden
wer Angst hat bezahlt vorab den Rächer
Besser wirds nicht da unten sein, aber heller schon
Flutlicht, unter tiefen Wassern ist ein Schein
zum Trotz gebären sich die Kinder wieder selbst
aus unserer Mitte wächst kein Baum mehr
nur Äste liegen da, die wurzeln nicht
kaufen wir uns einen Laubsauger
die wissen wie man heult
Sonntag, Juni 09, 2013
591
urblatt 13
und es ward sososommer
tausendjahre bleichgesichter, flinkster
blitzerflitzer wie von nebenbei
und stern auf stein, kleeblatt
und klebblatt auf strassenfinger
und ringsum und ringring (dudepp)
und abschaukeln schlendrian, wie gehabt
kein gramm zuviel, in den mund gelegt bekommen
(die zähne ziehn sie nicht auch noch)
wundlaken, wandlachen, aber wir bleim uns treu
und doch, vielleicht, und so weiter, so wie nie
entfernungsmesser: sind nichtsnutze anne fleischtheke
ich spieße, du spießt, wir spießer
grob geschnitten bitte, wir haben besuch
früher waren hier noch klingelleisten
früher waren hier noch häuser
früher waren wir noch mehr
wie frischer schnee wie gestern
die wasser so tief wie nie
mein auge ein müder ringer
(achilles steht auf einem bein)
sehnsucht in jeder mauerspalte
die fahnen werden wieder mehr
(is fussball, keine angst, mann schreit)
oder ob man wasser mag, zum kaffee
mehr salz zum brot, trockenes lachen
raffen und falten, blickdichten, kein fenster, ein rahmen
ein bild von einem mann (fraun könn nich maln)
ich fürchte frieda
kennt andere geschichten
Sonntag, Mai 26, 2013
590
Wie man sich lärmet so liebt man
Anna Frohdite. An Anna Phrodite. Ann A. Perlweiss. An Anna Tüte. Wir haben den Müll nicht geschafft. Mach Du bitte sauber. Nein. Besser. Machs gut, Anna, Du. Oder doch: vergiss den Müll, Anna. Machen wir auch. An Anna, wir hören Dich nicht. Anna, andere hören auch nicht mehr. Anna, kanna ess tenn waa sein. Anna, die Gute, lässt kein Auge aus. Konsequenz ist Ihr Motto, Konsequenz ist der Bodensatz der Annakratur. Demokratur. Demokarton. Hoch die Pappen. Anna hat keine Fahne. Anna mag keinen Druck. Anna trinkt nicht. Sie schlürft. Und schürft nach dem goldenen Fließ in ihrem Morgentrank. Anne hat eine Blume. Von Anna die Blume trinkt viel. Sie trinkt morgens das Morgenlicht, und mittags säuft von Anna die Blume die Sonne in sich rein. Anna weiß um ihre Blume. Anna Phrodite kennt ihre Blume. Aber Anna ist keine Blume. Anna Phrodite ist nicht Anna Blume. Obwohl, doch. Vielleicht eine Heckenblume. Anna Frohdite ist Anna Blume wie eine Rose, wie eine Heckenrose auch eine Blume ist. In Annas Reihenhaus blüht das Licht. Und heute ist Sonntag. Noch.
Montag, Mai 20, 2013
589
Viertel nach hier
Nur an die Wende kalebt weiter die Schiite. Und das weiss auch Frau Dr.Dr. Irre. Und lässt wieder weitertünchen. Sie will die weisse Freiheit für ihr frackiges Gefrage, Antwortn verstörn oder zerstörn oder betörn nur, weils nie die richtickn sind, und so viele. Und - auch weisse Krähen haken einander kein Auge ab. Sie strichpunkten, semikolonieren, sie frage- und ausrufezeichnen, aber abhaken - niemals. Das weiss natürlich wieder Frau Dr.Dr. Irre. Anderes Drama: die Erdumdrehung. Oh, wie ich gerade höre fällt diese heute aus, also nicht aus dem Rahm, also nicht das Ding mit die Achse, sondern das mit die Schreibse, also ächse, nei echse, ach was: lechse ich nach, die Sunge hengt mir irr ausm Gaumen, die Fraache bleibt ungestellt, na soll sie halt liegnbleibn. Ist eh schon zu spät. Noch ein Flaschn Birr, Frau Wirtsmännin. Wie ich sehe mussich selbs summ küülen Schrank, Frau Wirtsmännin hat anneres im Zinn. Wackelpeter wahrscheinlich, der kam vorher kurz um die Ecke wackelnderweise, aber klug war das nicht, weil Frau Wirtsmännin hörselfisch sich ihm gegreift und zum Haarwuschln geholt hat, und da sitzt se nu, und Wackelpeter wuschlt ihre HaaRe, und rollt seine AuGe. Waswolltich mehr? Birr, ein Flaschn Birr ausm weissn küülen Schrank. Er iss weck. Jemand, so ein Ohjemand, hat ihn punt angestrichn, und vor lauter Puntgestrichn sieht man das Wiisse im Auge seines küülen Kamaradn nich meer. Kuul bleim, ich renne solang durch die Küchn biss ich mit dem Gezähn dagegen rumplere, auwei. Na da da isser jehnfalls. Abba him brummt nich. Him hält die Klapp kanz verschämt verschloss, mit Vorhänge, und die Schlüsselsehne dasu spannt graad Frau Wirtsmännin uff, un die wird Kopf- un Haagewuschlt. Irgentwann muss auch ma gut sein. Also Sendeschluss. Ich schmeiss dem Wackelpeter ein paa Münzer in die Rollerpupille, und geh nach ruus, wo die tunkle Nackt mir einszweiatmet zu die annern Schlendrianern und Schlendrianerinnen. Sauber. Hättste nich gedacht. Wärste weiter gekomm. Im Lehm. Unn auch sons.
Montag, Mai 13, 2013
588
Hefezopf im Abendkopf
Frau Doktor Irre ist mühsam, ist schwer hauszuhalten, wenn sie einen so trifft, auf dem Gang, auf dem man sich selbst immer wieder macht, also aufmacht, also öffnet, für die neue Zeit, für den neuen Gang, bis sie einen aufhält, die alte Zeit, mit Frau Doktor Irre, und ihren Fragen. Man geht und die Irre stellt. Man steht und die Irre fängt an zu rennen, in einem seinen Kopf, sie wirft mit Fragen, nagelt sie an die Wände, in einem seinen Kopf, Frau Doktor, die selber gar nicht Irre ist, sondern nur das Gegenteil, also der Gegenzug, der an einem vorbeiatmet wie ein wilder Wind, der einem den Kopf und den Weg verrückt, und die Fragen an der Wand verzetteln und verwicken sich wie weisse Pflanzblätter, die trudeln aber, die weissen Fragen der Frau Doktor. Danach ist man müde. Man fühlt sich ausserstande, und möchte sich legen, aber eine Lage auf einem Gang oder sogar in einem Gang ist schwierig, bei so viel Personal, und es ist so schwierig, Personal zu finden heutzutage und auch nachts, gutes sowieso. Wenn man nur eine Antwort hätte für das Rascheln im Kopf, oder auch dagegen, wenn man nur ein Mittel fände, auch auf dem Gang, aber da liegt nicht nur niemand, da liegt auch nichts, nur an den Wänden klebt manchmal die Scheiße. Aber das ist woanders nicht anders.
Mittwoch, Mai 01, 2013
587
Amm eesten iss di Mai noch nackt
Gommt ein Mann sum Aatzt und sacht: s feelt mi was. Sacht die Aatzt: mir ooch, aba deswechn rennich nich gleich su die Aatznei. Aussa dem: wass feelt di denn? Sacht di Mann: min Aam, ich hav nur noch een Aam. Sacht die Aatzt: abba warum? Sacht di Mann: wegn di Vasicharung. Ich hann gedenkt, ich hann gedacht, undann hann ich gemacht. Beil raus und ab, di Aam. Nu fehlt mi abba was, hann ichnich dran gedenkt, beim vieln Denkn. Un meine Fragn iss: kriecht ma deen jetz wieda drann, den Aam? Ich hann n dabei, den Aam. Sacht die Aatzt, abba wi lang is dassn heer, min Jott? Sacht die Mann: zwee Wochn, ich hatt ja keene Zit, ich musst doch aabeetn. Sacht die die Aatzt: mit eem Aam? Sacht die Mann: nu jo, ich hab doch blooß een Schalta, da tu ich schaltn. Abba der annere Aam, der wo wech iss, der hat mi imma schmerzn gmacht, wo er doch eingtlich nimma da waa. Aussadem hat die Vasicharung ooch mit dem Gopp gewackklt. Di gloom nich, dass dass een Umfall waa, die denkn ich hann mir selba abgemacht. Son Ding. Also nu - machnsen wieda dran? Ich hann n ooch dabei, den Aam. Riecht bissl, abba sonst iss noch gans in Schuss. Obwoll - bissl Faab hat he gekriecht. Mach ma was? Sacht die Aatzt: das geet nu nix meer, die Aam is oll. Abba son Kunsaam könn wa machn, so mit Dreegeleng. Un mit eim extra Kriff für einn Schalta. Wär das wass? Ich mach di dass mit die Vasicharung. Schreib da din Nam, und nexte Wochn schraum mern dran, den Aam. Wa blossn Witss. Wird nich geschraubt. Wird angenäht. Un fest valötet. Das hellt!
Abonnieren
Kommentare (Atom)
Über mich
poeblo uebernimmt keine Verantwortung oder Haftung fuer die Inhalte externer Websites
Mail: poeblo@web.de
