Sonntag, Juni 24, 2012
554
Koffsteinflasta
Überschall, untertritt. Schinknklopfn. Ham wi, ham wi nich. Zufll, alls uf Emfang. Der NeuScheff der Deutschnbank istn Mönsch aus Indien. Die neun Tiernschützern sin allsrasisten. Acht Ung, Acht Ung: das Rennbumswagnwerk Au-Di vazichtt bei seim neustn Rennbumswagn auf ein TuckZuckRuckspigl. Zufll, alls Zufll. Autoran, wegschleifn, ganzvorn seintun, rumtun, liegn, sterbn, Vorglück, mit Entschalldempfa! Kwak, Kwak! Blos nich Ablenkern, jetze! Und wieda einssa zumm Abhakn, Brmms, Brmms, hasstgedacht, wa? Kopfbrettern iss nixx, Strasslutschern, wir mach´n rnst, rnst, rnst! Sack Rah!
(kicher)
Sonntag, Juni 17, 2012
553
Tags darauf, in Bälde (Ortskreis Niederwürzbach)
Maschinungsgewehr, Maschinenverzehr, der Maschin, die Maschinin, hoppla, und schon wieder ist einem der Tag erschienen, ein Skandal, und gleich wieder Bart stoppeln, Haare fressen, Haarfresse, iss was anderes mit viel Strich, aber mit nacktem Gesicht zeigen kann man die Fenster gleich zulassen, jadoch, jaja, gleich, ich komme gleich, nur noch schnell den Hof fegen und die Fenster zu, nur noch schnell den Müll runter oder hoch, wie man will wo man gerade ist oder isst, der Müll darf nicht aus dem Fenster, die Fenster sind zu hoch, die Fenster sind zu zu, die Fenster sind zu klein für diese Löcher, die Höhlen hatten auch nur eines oder manchmal noch einen Gang und haben Sie schon mal von einem aufrechten Gang in einer Höhle gehört, jaja im Film vielleicht, aber bei uns da war man nicht so weit, das ist alles ein anderes Werk, da war die Klappe schneller unten, Ofen oder Kamera, Kameraden, packen wir die Schweine bei den Hinterläufen, es wird kein Abend sonst und Feierabend ganz zum Schweigen, wir wollen aber nicht, wir können aber nicht, wir sind laut, wir sind die Leut, wir sind die lauten Leut, die haben es nicht leicht aber Stimmen, und Gebrüll macht seinen Weg, das ist ganz viel wichtig im Gestrüpp, was da zum Tragen kommt kommt nicht mehr wieder, nie mehr wieder, wer will schon ein Kamel sein wenn er keine Träger hat. Stacheldraht. Staffeldraht. Hundestachel. Blitzstreif am Horizont. Führerlos. Wassergraben. Früher war alles aus einem Guss.
Sonntag, Juni 03, 2012
552
Tiefenschaf, oder Wortschwarz, schweres Wortschwarz
Ein ganzer Kübelschwall frisch geleimter Frühstücksbretterchen, da klapperts wieder auf der harten Hirnhornigkeit, verdorben, umworben, ja welches Pflanzerl hättens denn gern, das mit den fingrigen Blättern bitteschön, das sieht aus wie meine mauschelnden Mitmenscherln wenn sie mir ins Gesicht hauchen, wie schlimm doch alles undsoweiter, ich bins leid, ich bin das Leid nicht mehr gewillt oder auch nur Willens, ein Willensleider wie er (eben nicht) im Buch steht, aber auch egal, es tut mir leid, es kann nur besser werden, es kann nur Messer werden, jetzt ist dann wieder Nacht und man wetzt schon, um die Ecken, oder nicht, Schleifsteine liegen mir auf den Träumen, nicht bloß nachts, nicht bloß nackts, und da mackts auch nichts wenn einem das ganz große Zittern nicht mehr weiter hilft, keinen Deutzimeter weiterhilft, das Grauen hat einen Namen (Weißabgleich?), und der kommt nicht von ungefähr, der kommt von Dorfeingang, da wo die Gelben Hausen, gleich vorn am Schilderwald, Vorsicht, die engen Stirnen, Vorsicht, die schmalen Gehirnen, ja früher, da war noch Traktor, nicht Tricktor so wie jetzt, haben Sie schon einmal über eine Lebensversicherung nachgedacht, nein, aber über das Ende, und Sie haben da einen Fleck, und deshalb bin ich doch noch lange kein Unmensch vielleicht eine gefleckte nachtschwarze Mieterkatze, und das mit dem Eigentum, auch Eiferturm, oder besser Schleudertrauma, vergessen Sie es doch einfach, alles ein einziges Mitnehmen hier, bloß wohin hat keiner was zu sagen. Man schweigt und ist sich nie genug. Wohlsein.
Montag, Mai 28, 2012
551
Mir war so, aber nicht oft
Nachtreise oder Hirnschweiss, Betthupferl oder Abstiegszone, Konglomerat, ach irgendwo ist immer Afrika, das hat man nun davon, von seiner Menschenfreude, nichts als Scherereien, schnippschnapp, schnipp, schnapp. Und wieder von vorn. Aufstand, Füße zuerst. Zuviele Touristen in dieser Stadt, zu viele Sandsackgesichter, Mauersegler, zuviele Lautstarke, viele zuviele Anderslenkende, die mit ihrem harten Blech an meiner weichen Haut entlangstreifen, fühl mal, probeweise. Da wo das ist ist noch mehr davon. Viele zuviele kleine Jungs im Kreisverkehr, nehmt euch nicht so ernst, ihr Trantüten. Kommt wohl vom Wal, so eine Tüte. Fett und träge, schwarz und schwellerig, und das Maul voller Barten. Kleinigkeiten. Immer leimen und geleimt werden. Eingesaugt von der großen Klappe. Bis zum Oderbruch. Man möchte abfallen vom Glauben wie von einer hohen Friedhofsmauer. Aber da hat der Meister noch irgendwo ein Loch gelassen, mit Tür und Angel, Menschenskinder, hier herein, hier ist es kühl, und die Nachbarn sind ruhig. Meistens jedenfalls. Liegt vermutlich am fehlenden Strom, an den missing links der Industriegesellschaft, den Kabeln voller Gestank, Gesumm und Gelicht. Wir wären alle lieber, ohne Netz. Aber der Verstand braucht seine Fussstapfen, seine Wundhaken im Morast der Geschichte. Sühnezeichen. Kains elektrischer Reiter, war der also auch Beamter. War ja klar. Zuviele Zahlen. Zuviel Symbol. Das wilde Fleisch stört da nur. Stören und Zerstören. Mauern und Bauern. Liebstöckl? Ein Gerücht. Stöckl sind zum Schlagen da.
Sonntag, Mai 20, 2012
550
Morituri im Saltoland
Eine gute Tür macht immer klapp, nie klipp. Das ist so, weil es sich in den Jahren so eingespielt hat. Spätestens seit der der Erfindung der Tür von Ngajo Peta vor einigen hunderttausendtausend Tagen, als der keine Lust mehr auf Felle oder Fallen oder Höhlenlöcher oder Baumrinde hatte, die immer runterfielen und alles vollharzten. War wie heute damals, nur anders geschrieben! Die Türerfindung jedenfalls wäre beinahe eine tragische geworden, da es Ngajo Peta etwas an Weitblick und konsequenzorientierter Denkweise mangelte. Er hatte zwar die Tür erfunden und auch bereits eingebaut bzw. fest verankert und verrammelt, um dann allerdings festzustellen, dass eine schöne neuerfundene Tür ohne Klinke nicht besonders viel wert war. Hätte er sich bei seiner kortexbrechenden Erkenntnis im Inneren seiner Höhlung befunden (selbst gegraben mit dem getrockneten Überrest eines Riesenbiberschwanzes, der ihm eines abends in den Mangroven- und Gummibaumwäldern aus heiterem Wipfel erst auf den Kopf und dann in die Hände gefallen war - heilige Schaufel!), die Geschichte der Tür und auch die von Ngajo Peta wäre anders verlaufen. So aber kam Ngajo Peta nach monatelangem Grübeln und stumpf sinistrem Sinnieren (was ihm nebenbei bei seinen gelegentlich vorbeischauenden Stammesbrüdern den Titel eines Pseudoschamanen einbrachte, und die damit verbundene kostenlose Notverköstigung in Form von luftgetrockneten Schildkröteneingeweiden) erst auf die Klinke und nach einigen Erschütterungen und weiteren Monatsbeiträgen der Pseudoschamanenverehrer auf das Scharnier, den Rahmen und eine Vorstufe der Gummistiefelwurfmaschine. Was aber nicht weiter der Rede wert war mangels der noch nicht erfolgten Erfindung des Gummistiefels. Vom Gummi ganz zu schweigen, der zwar ringsum in den Gummibäumen der Region seine Bahnen zog, dies aber auch durch die nächste Zeit weiter unbehelligt im Schutz der tür- und fensterlosen Baumhaut seiner Hausgewächse tun konnte, sicher vor Entdeckung und Ausbeutung durch pseudoliberale Geschäftemacher. Ngajo Peta aber musste bald mitsamt seiner erfinderischen Ader begraben werden. Seine eher eintönige Ernährung und das monatelange stumpf sinistre Sinnieren hatten zwar seine biologische Halbwertszeit nahezu verdoppelt, irgendwann aber war doch mal Schluss. Seine nur kurz irritierten Standardstammesgenossen hielten kurz inne, tobten dann aber weiter johlend und saufend durch die Mangroven- und Gummibaumwälder der Gegend und rannten sich die kantigen Schädel an, ab und ein. Was irgendwann letztendlich doch zur Entdeckung des Kautschuks und seiner Verwendbarkeit als Kaugummi bzw. Fussball führte, mit all seinen schrecklichen Konsequenzen bis in unsere Tage. Das Grab von Ngajo Peta blieb noch lange ein geheimer Wallfahrtsort für die ersten Tür- und Torfetischisten der Menschheitsgeschichte. Jahr für Jahr versammelten sie sich an der unscheinbaren türlosen Erdhöhle im Inneren der Wälder, aus der es penetrant nach Schildkrötenkacke roch. Gerufen vom ewigen Wind der Wälder, und einem getrockneten Riesenbiberschwanz, der in einem der Baumwipfel angebunden unablässig seine monote Botschaft über die zum Gebet gebeugten Häupter der Gläubigen in die Welt schickte: Klapp klapp. Klapp klapp. Klapp.
Montag, Mai 14, 2012
549
Das Licht bleibt aber unter uns
A: Zugenommen?
B: Abgenommen. Aber gerade angekommen.
A: Stimmt. Jetzt wo Sie es sagen. Urlaub?
B: Nein, danke. Wir bleiben unter uns. Da, meine Füße, ganz rot. Die Sandalen - alle offen. Kann man nichts machen. Aber Halbschuhe haben wir auch.
A: Ja. Aber Ganz ist uns gerade lieber. Wegen der Verdauung. Man muss was tun. Sonst bleibt man auf der Strecke. Wie dieser Hase, ich komm jetzt nicht drauf. Das ist kein Beinbruch.
B: Ja, aber es kann einer werden. Zuviel Gewicht. Man ist ja kein Kriegsheimkehrer, oder Tanker. Wegen der Verdrängung.
A: Hauptsache, die Verstrebung ist in Ordnung.
B: Das ist sie. Ich seh jeden Tag nach. Das hilft auch meiner Frau.
A: Das ist die Hauptsache.
B: Ja. Ohne Frau könnte ich gar nicht mehr leben. Ohne Hund vielleicht schon.
A: Unsere Katze würde sich bedanken. Allerdings - ich käme öfter raus. Auch nachts.
B: So ein Hund ist schon was. Nur nicht zu klein. Oder zu groß. Man weiß nie, was kommt. Da ist ein Freund immer gut.
A: Ja, nur die Haare.
B: Es gibt auch Nackthunde. Die sind aber hässlich. Dafür nicht so schwer.
A: Ob das irgendwie zusammenhängt?
B: Die Haare? Nein, die werden jeden Tag geföhnt. Auch im Sommer. Da macht man sowieso die Heizung aus. Aber nicht bei Gewitter. Wie sieht das auch aus. Ein nackter Hund bei Gewitter, haha.
A: Naja, Fantasie muss man haben. Und gute Schuhe. Grüßen Sie Ihren Hund. Und die Frau natürlich. Wir kommen wieder.
B: Wir auch. Barfuss. Im Regen.
Mittwoch, Mai 09, 2012
548
Er kann es nicht. Er kann es nicht tun. Er kann es nicht tun wenn alle hinsehen (macht ihn kaputt).
Tag eins nach dem großen Ereignis, das sich als kleiner als gedacht gemacht herausgestellt hat, mit einem großen Schritt, mitten auf die Straße, unter die bewegten Menschen. Machen Sie doch Platz! Kunststück, ganz ohne Planierraupe oder Detonationsmaschine, Sie Hupe! Hat man davon, wenn man zu freundlich ist. Und den Leuten vor dem Überqueren der Straße nochmal die Hand schütteln will. Machen Sie es gut! Und grüßen Sie mir die anderen, auf der anderen Seite! Sie wissen schon! Was ist der Dank? Gefuchtel, Ausgeweiche, Blickgeböse, und natürlich Geschrei. Zwischen die weit gerissenen Augenlider passen Essstäbchen (ja, drei s wegen der Professorenohren), in den fressbereiten Kinnladen glänzt das Quecksilber oder Schlimmeres. Herrschaftszeiten. Nur die Weichen Reichen wollen nochmal Kind sein, dabei waren Sie ihr strunzdummes brunzgerades Leben nichts anderes, böser Junge! Ach ja, liebe Weichen Reichen, Spenden und Alimentationen sowie Dotationen (bitte reichlich, wir haben Bedarf) bitte auf das übliche Konto beim Deutschen Bauern abgeben (Ackermann, die Furchen fürchten sich!). Heute ist übrigens Tag des Ausfallschritts, und des Ausrufezeichens. Am besten macht man beides zusammen, aber nicht gleichzeitig! Das MiniMinisterium wird sonst wieder minieifersüchtig. Und wir alle wollen keine Süchtigen die wo sich im Amt herumtreiben. Oder Schlimmeres. Ach ja, fast vergessen: !!!!!
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