verwissensgewahre
und dann schieben wir die öffnenstür
willkommenieren unseres freundes schafftliche
und schabernackes gelachtern und
wie viele
und wie viele korrecktieren sich
den ganzen nachschatten
gewächstes kleidcremen sagt manni
abgeschmankter sagt fraui
nicht
trenkt sich leiber greibend
fasst sich getrink
schadudernd
Sonntag, April 23, 2006
10X12(et 3)
Montag, April 17, 2006
10X12(et 2)
und dann natürlich luftmaschen ein netz
aus lauten worten ein gespräch
solle das werden seine zukunft
habe man zu erörtern
wo das denn sei diese zukunft
fragte der delinquent den fallensteller
na überall wo er sich das vorstellen könne
ach so meinte der delinquent ach ja
die zukunft na da bin ich
noch nie gewesen
Sonntag, April 09, 2006
10X12(et 1)
strebsam
wächst mir das bedauern zu
wie ein windschiefes ranken
von weiß blütrigen braun fingernden trieben
und auf ein neues werfen wir
die augen auf bleiern verglaste kugeln
wie viele tonnen verendeter träume
einem auch wieder die hoffnung deckeln
sich gewehrt zu haben war nicht das schlechteste
sich versagt zu finden das schrecklichste
bleiben die fragen der kinder
in ihren blicken aufbewahrt
die sorgen falten uns wieder das fell
und wir fürchten die spiegel der schlafenden zimmer
wie hasen flüchtend aus krachenden wäldern
wie schnee über die höfe der schlachthäuser geweht
früher wollten wir wie wölfe sein
aber die stadt brauchte hunde
Sonntag, April 02, 2006
10X12
wahrscheinlich wollten wir uns nur
das beste für das finale aufbewahren
aber schon fällt uns der schatten
wie ein ledernes versprechen ins gesicht
schlägt uns die schlange mit ihrem schwanz
beißt der verstand sich die ohren wund
der große pan ist tot
seine mörder halten reden
wir atmen die leere zeit
sitzen in schneegrauen häusern
auf gebrochenem stolz
warten auf die schnecken
die langsam den weg entlang altern
Sonntag, März 26, 2006
eenhund+19
und so
da ihr nun einmal
hier seid sprach gott
zu den versammelten
seid friedlich zu
diesem ort und freundlich
zu seinen gedanken
und die wegelagerer
aßen und tranken und
nahmen nur das was sie
für gerechtigkeit hielten
aber mancher jungen seele
in ihrer alten lederjacke
war schon das zuviel und
sie verbargen ihre schatten
und dazwischen tauchte
die sonne ihr licht
in honigtöpfe
Sonntag, März 19, 2006
eenhund+18
die morgen
als wir durch die wälder brannten
und unser schrei den himmel einriss
die tage
als wir uns in schwarzen uniformen versteckten
und den scheren der vernunft davonliefen
die abende
als wir uns dem weißen raben wahnsinn näherten
und lachend bunte bomben warfen
die nächte
in denen wir nur uns gehörten
von propheten betrunken und von einer heiligen berauscht
diese zeit
als wir alles wissen fühlen wollten
diese zeit
glitzert
Sonntag, März 12, 2006
eenhund+17
07:45 gestern habe ich ein buch verschlungen. naja, es war ein kleines buch, das bestimmt nicht dick macht. aber wirken, wirken tut es schon.
09:03 ich finde, wir sind uns schon wieder ein stück näher entkommen. ich meine mehr, also mehr in die nähe gekommen. das verklärt doch einiges.
14:36 und wieder so ein museen. so eine rahmenhandlung hier! ein irrtum der natur, wie ein wasserschaf!
18:18 so ein wenig morden, so ein kleines töten nur. was soll schon sein, was soll schon werden? ja, schon gut, das winterfell juckt eben mehr als die sommerhosen.
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