Montag, September 24, 2012

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Für immer, Ihr Schimmer

Ein seidenes Hühnchen am zarten Bande, das sich kopfpickend aufmacht, die nähere Umgebung seines Heimathügels zu erkunden. Ein strenggläubiger Eckensteher, der sich das aufgesparte Schuldbewusstsein krawattennadelgleich zwischen die zaunpfählernen Zähne rammt. Eine Frage, unausgesprochen in diesen langen späten Darmwind unserer Geschichte geseufzt. Wir glauben an den Fall und an den Abfall. Wir stehen und wir stürzen, schleichen, wir streben und wir starren, auf den Fleck gebannt, den hellen blinden Fleck der Vorsehung und der Werbeunterbrechung, und wir raunzen und wir greinen und reiben uns erst die Augen und dann die Nasen wund an die Wunders die uns die Herrschaftlichen wieder mal so traumwandlerisch selbstlos irgendwann durch das Panzerglas servieren. Ja da schauts her. Und machts keine Abdrücke auf das neue Strassenpflaster. Nachher, wenn die Elliti kommt. Ein Gorilla macht noch keinen Sommer. Aber eine Herde fletschfroher Knüppelgardisten macht einen Unterschied. Wenn man so etwas will. Im Trommelfeuer der Gehirnwaschmaschinen werden wir bald wieder ganz wach. Jemand hat die Stecker vertauscht. Jemand hatte eine Idee. Jemand hatte eine Botschaft. Jemand ist Vergangenheit geworden. Niemand hat jemals so jemand gekannt. Verpocht. Dreimal auf nackertes Holz verpocht. Kell? Specktakeln, aber schnell!

Donnerstag, September 06, 2012

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Fluchszeugs in Baalin

Hej, di Flughofn, odaooch Flughufn, wegn di Gflugl-Fert, ferstest? Nu jooch, di nuje Flughofn, nu is alls annas, wegn di Göld. Wil di Göld ausshauss liecht, wil di Göld wecksverrannt is, die Luda. Abba dis homm scho di Ouiltn gwiest, daas di Göld imma Fluchtn flitzt, daas di Göld imma nua absaitigs Gstaltn suachd, wegn dia Gia. Un di Meena mitte anzucks-flaum glaum, dass si do gans wans Bsondries sins, obaa sins nua bloaße Meena, un duun sans da zua. Deepsköpps. Abba anzucks schleppn, un koppkraut schmirn. Gedöns. Di Banksters sin Nett-Menschn, gel? Die ham nix dafür, gel? Vollsgelauchlachs, bauchscheppr.


Schipp schipp, schurraa, annre Buhstel: has Schmack? Has Schmack uff grelle Speis? Koofs Faab, koofs vil grelle Faab. Schmiss ranne, schmiss rinne, schoon has grelle Speis. Un schmack alswi annas. Grell, gell?

Montag, September 03, 2012

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Rein und mein, so soll es sein

Da ist es wieder, sagt Herr Kinker, während er vorsichtig die eigenartig geformte Tasse zurück auf den ebenso eigenartigen Tassenteller stellt. Was denn, fragt Frau Dombs erstaunt. Dieses Geräusch, hören Sie das nicht? Da, mal trocken, mal ... anders. Herr Kinker wirkt indigniert. Frau Dombs ist das egal. Ach das. Das ist Herr Wolters. Er kackt. Frau Dombs freundliche Worte verwandeln sich in feurige Wagenräder, die aus heiterem Tapetenhimmel in das porzellangleiche Halbdunkel von Herrn Kinkers sanfter Befindlichkeit brechen. Krachbrromm! Flammensäulen lodern urplötzlich tückisch züngelnd durch das Kinkersche Gemüt. ER KACKT? Ja, sagt Frau Dombs, er kackt. Obwohl, sagt sie dann, eigentlich ist Herr Wolters ja etwas anderes. ETWAS ANDERES? Herr Kinker hat eine ernsthafte Krise. Eine große Flächenbrandkrise. Schwer angeschlagen schnappt er nach Luft. Die Rechte fächert. Ja klar, lächelt Frau Dombs ihm beruhigend zu. Offiziell ist Herr Wolters nämlich ein Katarakt! Sein Künstlername ist Stromboli. Ist das nicht schön? Stromboli - Katarakt der Liebe! Herr Kinker sucht sich verzweifelt in das Rückenteil seines Gestühls zurückzuziehen. Er schwitzt. Er ächzt. Er seufzt. Sein Schulwissen teilt ihm besorgt mit, dass Stromboli ein Vulkan, ein Katarakt aber ein Wasserfall sei. Das geht nicht. Das geht nicht zusammen, denkt Herr Kinker erschüttert. Entweder etwas geht nach oben oder es fällt nach unten. Wasser oder Lava. Beides zusammen - unmöglich. Dampfbad. Donnerbalken. Explosion. Herr Kinker verwandelt sich zischend in eine Avokado. Ach, hören Sie auf, spottet Frau Dombs. Kommen Sie, wir gehen ihn besuchen. Leicht und elegant wie eine Feder schwingt sich Frau Dombs durch die schlangenförmig angelegten Wege und Winkel ihres Besucherzimmers. Kommen Sie, Kinker, keine Angst, er beisst nicht. Er kackt nur. Frau Dombs öffnet lächelnd eine Tür. Der Katarakt grollt. Herr Kinker furzt. Die Wanduhr schlägt. Zeit für eine kleine Atempause.

Freitag, August 31, 2012

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Jump di humpdi

Muss i denn. Mussi dann. Tussi wann. Wenn tann? Kann Klara nichsein. Und eine Schnepfn mea makt no kein Summa, och wennse druggst wi plöd. Aba wi plöd iss tass tenn? Maulaffnauf gsperrt, vavespart die ganze scheene penunz, een happs und papps, das wars. Vollschreckschräg, die Traumkuavn liecht hinta mia wien getroggneter Nacktfish, ein neitfrog, ein spätawiedakomma, weisse noch wie scheenes war? War nie so scheen, war eenst anners. Dannwieda Morrgn. Sonnnbiss. Ohrschmelts. Pock Prr Pock Prr Pock, PrrPock PrrPock. Frieha wa Bausaun, heutiss Gitta. Gitta iss leichta, gitta iss lauta. Lauta Gitta, übaall. Und kein Glitta, nirjindwo. Feehrt ooch keen Zuch. Wegn di Gitta. Un wegn die Bausaunsauarei. Rindsviecha, üba-all. Nick cozmik. Nickmal comisch. Sauleit. Üba-all.

Dienstag, August 28, 2012

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Äxcuse me - are you a filosoffer?

Haut. Ja, Haut macht Sinn, da schaut her, Haut, je älter man wird, desto mehr langt es für alle. Für alle denen das kein Begriff ist, HAUT, das ist das was man uns immer mehr in die Länge gezogen hat, unten hingen die Versprechungen und machten einen schmalen Schritt, oben zog uns die Realität am Erker, aber wie. Aber was solls, niemand oder keiner will es sowieso nie nicht gewesen sein, wir haben uns die Haut ja selbst zum Markt getragen, und jetzt ist SchlussMussVerkauf, bleibt uns nur wieder nur die Eigennase, verblödet und entgoldet ziehen wir uns daran durch die Hinterhöfe der Warenhäuser, durch die Ziegenställe des postpolitischen Verführertums, und dann lassen wir endlich der Freiheit und der Natur ihren Lauf, begleitet von dünnem Gelüft und schlechter Besohlung und dem sanften Reiben der Gummiknüppel an der Rigipswand. Man kann nicht alles haben, vor allem wenn die anderen nichts davon hergeben wollen. Wir denken nochmal, wir schlafen nochmalmal drüber weg, die Nacht und den Tag an die gutgedämmten Häuserwände geklebt, damit einem ja nichts entgeht von der neuesten ENTWICKLUNG, als hätte es da irgendwo ein Seil gegeben, einen Rettungsanker, oder einen roten Faden. War nichts. Da lief vielleicht Blut, manchmal, in dünner Linie entlang der feuchtgespuckten, unübertroffenen Reizschwelle, die so tief am Boden lag wie eine Nebelkrähe nur fliegen konnte, und niemand hat gesagt dass ich eine Ahnung von Vergleichen hätte, aber bitte, der Versuch steinigt die Regel. Jedenfalls, das krabbelte sich so schön bis hierher, mit den Fingern nägelnd im braunen Brocken, ja Schwarzerde ist gefragt, wieder mal, so als ob da Öl drin wäre in den Furchen, wir fürchten uns auch schon, wir haben ja nichts anderes gelernt. Was bleibt sind Rentner ohne Fahrschein, die auf Regine Hildebrandt warten, oder auf die ganze Mischpoke mit ihren Kinderkarren, die sie alle mehr oder weniger breitbeinig trärädernd durch die Gegend schiebern und sich unterwegs immer wieder kopfnickend ein Stück PERFEKTION abreißen, aus der großen Tortenschlachtplatte, die Ihnen der HEILIGE VATER vermacht hat. Kann er sich endlich wieder in Ruhe sein Spiegelbild am Boden der leeren Flasche ansehen, oder ist das gar kein Spiegel sondern er selber da unten im nassen Rund, denkt er während er sich wieder auf die Suche nach dem Sinn macht der ihm damals aus dem Kinderbett gerollt war während seine schmalhüftige Verkommenschaft sich weiter breiträdert, man weiß nicht mehr wohin, nachmittags in der Stadt. Die gute Stadt. Das böse Land. Das dunkle Meer. Aber vielleicht war hier nicht mehr zu erwarten vielleicht sind wir hier nur falsch, wir haben Stil, und wissen manchmal sogar was eine Harke ist. Nein, Peterle, keine Harkebuse. Musst mal an was andres denken. Das kommt noch dazu.

Alternative: Wozu das Sein hätte gekonnt, wenn man ihm hätte gelasst.

Mittwoch, August 22, 2012

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Kenntichschon, habicht schonmal, versehn.

Ich habe, Du hasst. Einschließlich, also ausweislos, ich bin meine eigene Wertmarke oder mein eigenes Papperlapapappköfferchen, ich bin gut versteckt und verstuckt im untersten Regal und warte, auf das Nachts, auf das Nichts, auf dass nichts geschehe, immerhin. Ich bin Andromeda Spiralis. Ich bin Unteraura, voller Geschwätz und Geschrei. Ich bin Nelkenwurz, oder auch Nies- und Blutsturz. Oder hat jemand anderes behauptet? In meinem Kopf massen sich die verschiedensten Dinge, lauter tote Gedanken, alles fahler Gedächtnisverlust, Rahmen mit flehender, nein wehender Gardine, die Mauer weggebrochen, von wegen Brandmauer, da flammt nüscht! Und keiner da, der einem mal das Licht antet oder outet, alls muss man selba machn, ja, ja, JA! Apropops machen - eins, zwei oder drei? Irrjendwann wird der Zuch (Huch!) so grob, dass einem das Gefieder zerbrennt, wie der Franzose sagt. Nun ja, mon chair, wo war ich stehngebliem...ach hier, etwa zweitausend Kilomeiter entfernt. Nu sollst Du mal sehn. Auf Wiedersehn, auf Wiederkäun, auf die Probe gestellt, versagt, und zurück auf die Planke, Armchen und Endchen verfesselt mit grob zerdrehtem Tau, nein, nicht der sanfte Blätterfreund, da wird es einem dann schon mal schwummrig, hat man auch die Stecker in die Werkstart alle gezogen und die finessen Feuer gelöscht, ach nee, das machen die andren jetzt schon. Und dann, und wann, walweise flutenreissend hochgerissen, das Maul weit auf, Ausbruch aus dem Mare Trinkalis, und das sanft stürzende Meer ringsdrumrum ist nur nächtelanger Schweiß, kübelweise ausgeleert (aber saaachte!), und ich saaachte noch, nicht so verschwallt! Aber wer hat das alles bestellt? Keiner. Oder meiner. Oder ich bin jetzt mal soweit. Also wieder, also wieder nur halb. Also untätig stachelbeerend verschwitzt, und gefesselt mit einer ZEIT die sie mir serviert haben auf silbrig glotzendem Blechtablett, napfnapf, da kommste nie raus. So, da hast Talent, und was machst damit? Scheissdrecksdreck verdienen, hörst noch das Echo „dienen“, hörstes? Lauter nette Wesen um einen rum, lauter gutgeweinte Radschläge, aber was nützts wenn man selber sich verflichtet und verflochten hat mit Meer und Mehr, und Nochmalmehr, und dann noch ein Meier, mit e. Oh je. Herzilein.

(Am Ende, ein Messer-Brett. Mit Kopf)

Montag, August 20, 2012

557




Mirinda, oda: schnapps, macht schlau!

Hatte mir schon so etwas gedacht, obn drinne, zwischn di Augn, mittimang bei di Percuschionsmaschin, ich bin doch ooch een Klöppl, und viel leicht, also da war jednfalls so ein Grossfata, so ein Ahnen, da kommt no was (was?), da kommt no so ein Z, ein Zeichn, ein gonzo ganza Satz Zeichn, ein großes Überspreizdings, also halbe Füß mögn ma hia nit, wir sin anständig auf Ballett, die Schwestaan von die Güldigen Füfi, also Ohreuff: Sperrfrist achtn! Maulfaul, Zahngestunk, auf und ab schwippt die Schwelle, nein, Welle,, wippst Du nicht mach wi alln Ernsts, also wahr, also ungerächt bleibt nix, das bleibt was kommt was es ist und es wird keine Lihiebe. Anders gesagt - wir schlagn uns nicht einfach die Macht ausn Köpfn. Sowas macht die Köpfn bloss rollern und imma soviel Lärm, da blechn Antworten wos gar kin Fragn gibbet, nur heisse Katzn, Spitznschwänzn üba all. Fragt man sich, ob und warum alls so Hitzverliebt aus da abgeschwitztn Wäschn klotzt, keep mi hangin on, auch im Badezimmer, da legt man sich lieber, eigentlich, auffe Matte, ganz matte. Ein Herzsprung späta kommt attackierendes Geleut, noch een Klöppel, een Getröppel, Regnnassn, und späta wieda Wiena Walza (a-aa, ich hab-sgewusst!), s geh-trund, in diesn Kreisn ist nichs für unsreins zu finn. Hier sind alle dunkl vaspieglt, versegnets Schaf, verregnete Sucht, wer Sehn sucht wird anneres findig, i fell out of the busymaschin, fall out, Neandertal, ick hör Dir stürzen. Wir aba sinn die Modärne, der Guglhupf unter den Menschenhaltern. Sowas von Straps. Strapsöd, strapsblöd. Trotzdem sauschwierig, sogar nur auf nur zwei Beinen. Meistens.

(Ausblick: Ooch Wolkn welkn. Suun sticht. Boom fellt.)

Betragen & Betrügen 2009

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